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Unser Reisegefährte ist Troopy,
 

Troopy ist ein Troopcarrier Toyota Landcruiser BJ 75

Leistung von 90 PS; 3400 cm3 Hubraum, Diesel

Jahrgang 1989

125 000 Kilometer

Lehrgewicht: 2600 kg

Tank fasst ca. 90 Liter Diesel

Zusatztank aus Chromstahl unten an der Kabine mit 70 Liter Diesel

Der Aufbau stammt aus der Schmiede von Action Mobil aus Österreich.


Wir haben ihn vor zwei Jahren in der Schweiz gekauft. Die Vorbesitzer waren schon mehrmals in Afrika und auch in Island.

Gleich nach dem Kauf haben wir eine ausgedehnte Tour in den Burgund und Schwarzwald unternommen. Im Sommer sind wir dann für drei Wochen nach Griechenland und pannenfrei zurück in die Schweiz.

Auf dieser Reise haben wir festgestellt, dass noch einiges am Fahrzeug geändert und verbessert werden muss, damit es für eine Langzeitreise tauglich wird.

Also gleich los Brainstorming, Skizzen und dann Pläne erstellen. Danach fast den ganzen Ausbau rausgerissen, Material organisieren und dann rann an die Arbeit.

So jetzt sind wir ca. 1,5 Jahre dran und der Ausbau ist fast fertig.

Folgendes haben wir neu eingebaut:

Als erstes ein neues Badezimmer komplett aus ALU Blech eingebaut (mit Alu Winkeln verklebt und vernietet), mit Dusche, Abfluss, Aufklappbarem Brünneli, Ausziehbare Porta Potti mit SOG Entlüftung (somit brauchen wir keine Chemie), Staufächer links und rechts vom WC für alles Mögliche. Oben Staufach für Badetücher und sonstige Utensilien. Aussenanschluss für Aussendusche und Gas. Schiene für Duschvorhang montiert. Innen wurde alles neu gestrichen.

Danach kam die Küche dran, einige Teile konnten wir noch gebrauchen und mussten nur noch leicht angepasst werden. Die Küchenarbeitsplatte wurde neu gemacht, Brünneli neu, 3-Flammenkochfläche auch neu. Den Wasserhahn habe ich Revidiert und wieder eingebaut. (Die neuen haben mich Qualitativ nicht überzeugt und die besseren waren mir zu teuer. Zusätzlich wurde hinten noch ein kleiner Schrank eingebaut für Küchenutensilien und Gewürze.

Ein Dampfabzug musste natürlich auch her. Die Kaufbaren waren mir zu „sperrig“ und auch viel zu teuer, also habe ich mir selber einen gebaut.

Alle Gasleitungen habe ich auch rausgerissen und neu gemacht. Zusätzlich einen Umschalthahn eingebaut. Alle Wasserleitungen wurden durch grössere ersetzt.

Ich habe lange an eine Wasserfilteranlage rumüberlegt und habe mich dann für Katadynfilter entschieden. Da ich diese in der Schweiz bei Katadyn in Wallisellen nicht bekommen konnte (was für eine Schande, danke Globalisierung) habe ich mir diese bei Därr in München besorgt.

Wie alles andere was ich im Fahrzeug eingebaut habe war auch hier die Frage wohin damit, wo ist Platz, wie sieht es mit der Wartung aus usw. ich habe eine Lösung gefunden und diese unter unsere Sitzbank eingebaut. Zwei Filter, eine Filterkartusche mit Karbonfilter und ein Filter mit Keramik (Tipp: bei Därr gibt es eine Offroad-Variante mit stabileren Anschlüssen aus Metall, besser denn im Gegensatz zur Carbodyn Kartusche ist die Keramikfilterpatrone relativ schwer und auch empfindlicher).

Wir haben einen fest eingebauten Wassertank im Fahrzeug der ist im Kabinenboden aus GFK integriert (clevere Lösung vom Fahrzeughersteller, somit Schwerpunkt unten und möglichst weit nach vorne). Dieser Tank fasst rund 70 Liter. Zuwenig dachte ich mir. Ich habe in der Sitzbank noch Kapazität gefunden und habe noch einen zusätzlichen Tank mit rund dreissig Liter eingebaut inkl. Aussenbetankung.

Hm, 100 Liter immer noch zu wenig. Ich fahre Camper und Wohnmobile seit über 18 Jahren und Wasser ist das, was man immer zu wenig hat.

Noch eine Idee musste her, Gewicht muss weiter nach vorne und der Schwerpunkt muss unten bleiben. Ach ja, das ist es, eine Wasserstossstange muss her. Saab und Volvo hatten diese schon bei Testfahrzeugen eingebaut, warum nicht auch unser Troopy. Schnell auf Ebay und Ricardo und einige Wochen später in Basel fündig geworden. Occasion, aus Chromstahl mit einem Wasserhahn und 37 Litern Inhalt, Perfekt. Ich habe eine Wasserleitung von ganz vorne an der Stossstange bis hinten zur Kabine eingezogen und zusätzlich im Sitzkasten einen Wasserbatterieverteiler eingebaut, somit kann ich jetzt zwischen drei Tanks umschalten.

Ein grosser Aufwand waren die elektrischen Leitungen, diese waren zum Teil unterdimensioniert und etwas chaotisch, also raus damit und alles neu. Eine Schaltzentrale musste her. Ich habe auch hier lange gesucht und nichts geeignetes gefunden, also selber machen, da weiss man was man hat. Da unser Fahrzeug eine 24 Volt Anlage hat musste auch ein Spannungswandler her. Natürlich wollte ich alles fernbedienbar machen, also habe ich mir 24 Volt Funksender in Deutschland besorgt und mit eingebaut. Somit kann ich jetzt alle wichtigen Verbraucher auch über die Fernbedienung ein- und ausschalten. Ja, ja, ich weiss, nicht wirklich nötig, aber für einen Elektriker ein tolles Gimmick.

230 Volt wollte ich auch haben, und habe zusätzlich einen fernbedienbaren Wandler eingebaut (auch in Deutschland besorgt, trotz des „TEuro“ immer noch günstiger als in der Schweiz).

Solarzellen waren schon zwei auf dem Dach. Damit war ich aber nicht zufrieden, ich wollte mehr. Ich habe mir in Basel zwei zusätzliche 55 Watt Monochristalline Panels besorgt. Auch der bereits vorhandene Laderegler machte mich nicht glücklich, also raus damit und bei Conrad- Electronic einen MPP Laderegler besorgt. Die Leitungen habe ich durch Dickere ersetzt. So jetzt habe ich genug Leistung für den autarken Betrieb von Kühlschrank, Belüftung und Beleuchtung.

Irgendetwas fehlt noch…ja Dachhauben. Ich habe gleich zwei Eingebaut. Eine im Wohnraum mit eingebautem Ventilator und einen kleinen aus dem Jachtbereich für das WC auch mit Ventilator. Über dem Bett ist auch eine grosse Dachhaube leider war diese undicht. Wir mussten diese ausbauen und den kompletten Dachbereich neu mit GFK Laminieren, ein Haufen Arbeit.

Lampen, Lampen, Lampen, Licht kann man nie genug haben. Und Steckdosen. Und Schalter und und …

Ja das Gewicht ist ein Problem, darum musste alles aus Leichtbaumaterialien gebaut werden, Alu und Pappelholz und nur so dick wie nötig, keine 15er Standard beschichtete Holzplatten sondern nur superleichte 3 und fünf Millimeter Platten, wenn es sein muss mit GFK verstärkt. Und für alles was zusätzlich reinkommt muss dafür etwas anderes wieder raus.

Auf dem Dach war vorher eine ALU Riffelplatte aus fünf Millimeter, auf dieser konnte man im Sommer Spiegeleier Braten und brachte daher nur Nachteile, also weg damit. (rund zwanzig Kilo eingespart). Die Dachreling hatte schon in Griechenland Bekanntschaft mit einem Baum, also weg damit. Und auch die Aufstiegsleiter brachte keine Vorteile, weg damit. Dafür habe ich das Dach mit mehreren Schichten Glasfasermatten verstärkt, somit immer noch begehbar, leicht und keine Herdplatte auf dem Kopf.

Der Auspuff, in der Schweiz sinnvoll da MFK, auf einer Weltreise ? Nein, weg damit (dreissig Kilo). Ein kleiner Seitenauspuff tut es auch. Somit war auch Platz für einen zusätzlichen Dieseltank unter der Kabine entstanden. Ich wollte keinen Tank aus der Zubehör Industrie, diese sind zu gross, zu schwer und auch viel zu teuer. Die meisten Tanks werden hinten anstelle des Ersatzrades eingebaut. Und somit wandert das Ersatzrad dann an die hintere Türe. Nein, habe ich mir gedacht, das bringt nichts, eine hintere Türe habe ich nicht und noch mehr Gewicht auf der Hinterachse wollte ich auch keines. Das Reserverad muss an seinem Platz bleiben, weil die dreissig Kilo dort unten am besten Aufgehoben sind.

Der Tank musste möglichst weit nach vorne, vor der Hinterachse und nicht nach der Hinterachse. Den Tank aus Chromstahl ist aus dem Jachtbereich und bereits ab hundert Franken zu haben.

Ja bequeme Sitze sind eine Thema für sich, vor allem bei einem Rücken wie meinem. Etwas Bequemes musste her. Hier musste ich nicht lange suchen. Schon beim Wohnmobil habe ich einige Sitze ausprobiert und war zum Entschluss gekommen das die meisten superteuren Sitze gar nicht so bequem sind, eigentlich überhaupt nicht bequem sind. Nein, und überhaupt viel zu teuer. Für einen 4WD mit Starrachsen müssen gefederte Sitze her. Leider passen Schwingsitze wie bei Lastwagen und Transportern verwendet nicht rein. Nein es musste etwas anderes sein. Ich wollte vor Jahren einen goldigen BMW kaufen mit einem tollen 6 Zylinder Motor für dreihundert Franken. Und bei der Probefahrt hatte ich festgestellt dass dieses Fahrzeug wahnsinnig bequem war, ja es waren die Sitze. Aufgebaut wie Grossmutters Matratze mit richtigen Federn drin. Das war es. Also schnell zum Schrottplatz und zwei alte BMW Sitze aus einem BMW, der zuoberst auf vier anderen Fahrzeuge gestapelt war, raus geschraubt. Zum Glück hat das die SUVA nicht gesehen. Das war Akrobatik, vor allem die Sitze dann alleine runter zu bekommen. Und sie passen, ja sie passen rein, und bequem sind sie auch noch.

Sicherheit ? Ja wohin mit unseren Wertsachen ? Am besten gar nichts mitnehmen was wertvoll ist. Ja, so ist es, aber trotzdem wollte ich ein Safe einbauen, OBI Deutschland sei Dank. Für ein paar Euros bekommt man dort einen noch einigermassen leichten aber immer noch genug stabilen Safe. Oder sonst auch beim Campingausrüster einen ALKO Safe. Zusätzlich habe ich noch ein Zusatzschloss bei der Eingangstüre eingebaut. Und auch ein kleines Guckloch wie bei der Haustüre. Alle Staufächer sind jetzt abschliessbar.

Viel bringt es bei einem Einbruch nicht, aber immer noch besser als gar nichts.

Eine Aussenleuchte mit eingebauten Bewegungsmelder habe ich auch montiert. Die gibt’s beim Campingausbauer auch mit 12 Volt.

Wohin mit dem Werkzeugkasten ? Der ist schwer. Er muss möglichst in die Mitte, nach vorne und möglichst weit nach unten. Ja ich habe ein Platz gefunden und nochmals ein Kasten eingebaut, wo ich mein geliebtes Werkzeug sicher verstauen kann.

Auch habe ich nochmals einen Aussenkasten hinten unten an der Kabine aus den Resten vom Alu Riffelblech vom Dach eingebaut.

 

Fotos des Umbaus

 




 

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